Mittwoch, 22. Dezember 2010

Fed verlängert Swap Fazilitäten

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat gestern mitgeteilt, in Absprache mit der Bank of Canada, der Bank of England (BoE), der Bank of Japan (BoJ) und der Europäischen Zentralbank (EZB) die temporären Swap-Fazilitäten mit der US-Notenbank (Fed) bis zum 1. August 2011 verlängert zu haben. Aus dem wöchentlichen Bericht der Fed über ihre Bilanz geht hervor, dass die Nutzung der Liquidity Swaps auf 60 Mio. $ vergangene Woche von 9,2 Mrd. $ im Mai zurückgegangen ist, wie Bloomberg mitteilt.

Was sind aber Swap Fazilitäten?


Fed Swap Lines, Graph:  Money Supply (h/t FT Alphaville)

Die Swap-Linien haben den Zweck, der weltweit angespannten Lage an den Geldmärkten (USD) entgegenzuwirken. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise haben führende Zentralbanken  Swap-Vereinbarungen miteinander abgeschlossen, um in einer globalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Wirtschafts- und Finanzkrise beizutragen. Die Zentralbanken (Fed, BoE, BoJ und EZB) sind dadurch in der Lage, die Finanzinstitute in ihrem Hochheitsgebiet mit Liquidität in Fremdwährung zu versorgen. Die Swap-Vereinbarungen werden zeitlich begrenzt gestaltet. Und die Zentralbanken tragen dabei kein Wechselkursrisiko, weil für die Rückbuchung derselbe Wechselkurs benutzt wird.

Die mit Devisenswaps und Repo-Geschäften entstandene Liquidität war von Anfang an befristet. Und sie fliesst bei einer Nichterneuerung der Geschäfte automatisch zurück. Die SNB sorgt in erster Linie mit der Ausgabe von SNB-Bills für die Abschöpfung der Liquidität in der Schweiz.

SNB-Bill: Die SNB emittiert im Rahmen des ordentlichen geldpolitischen Instrumentariums eigene Schuldverschreibungen in Schweizer Franken und Fremdwährungen. Die Schuldverschreibungen in Franken (SNB Bills) dienen zur Abschöpfung von Liquidität und ermöglichen dadurch eine flexiblere Steuerung von Giroguthaben.





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